Leben Rückblick

Hinter den Kulissen. Oder: Filmaufnahmen sind nicht mein Ding!

Ich  verbeuge mich! Und zwar vor allen Menschen, die regelmäßig vor der Kamera stehen (müssen).

Wie ich darauf komme?
Alle Mentoren geben mir derzeit den EINEN Rat, um meine Arbeit bekannt zu machen: Raus in die Sichtbarkeit! Am besten mit Videos!! Live-Videos!!!
Zu Live-Videos konnte ich mich noch nicht überwinden, aber letztes Wochenende war es tatsächlich so weit, dass ich Videos drehte.
Schließlich benötigte ich ein paar Videos für meinen BETA-Kurs „Hilfe bei Nervenschmerzen im Gesicht und Kopf.
Und „wat mut, dat mut“, wie es in unserem norddeutschen Slang so schön heißt.

Hier also mein Bericht des Grauens:
Als erstes also die Sachverständigen-Kamera des Gatten geschnappt und auf das Stativ geschraubt, schick gemacht (warum war eigentlich dieses eine spezielle Shirt nicht gewaschen im Schrank?), geschminkt (ihr Vor-der-Kamera-Mädels, macht ihr das echt jeden Tag???) und die coronalangen Haare gestylt.
Letzter wichtiger Punkt bei den Vorbereitungen: Den Hintergrund des Raumes von Gedöns befreien!

Und dann wollte ich mich „mal eben“ aufnehmen. Dachte ich mir vorher zumindest.
Aber lies selbst die Chronologie der Ereignisse, wie sie statt dessen abliefen:

  1. Versuch: Die Kamera ist doof ausgerichtet, alles hinter mir ist krumm und schief.
  2. Versuch: Ich verhaspel mich mehr und mehr, den langen Text mit dem ganzen Gestammel will doch keiner hören!
  3. Versuch: Warum geht jetzt die Kamera mitten drin aus???
  4. Versuch: Na, klappt doch! – Bis ich die Aufnahme auf dem Rechner sehe und festellen muss, dass ich meinen Damenbart doch vorher hätte wegmachen sollen. Und was macht die Wimperntusche auf meinem linken Augenring?
  5. Abgeschminkt, Damenbart entfernt, neu geschminkt, neuer Versuch vor der Kamera: Na bravo! Jetzt binich wieder aus der Übung… 🙁
  6. Versuch: Jaaaa, es wird…
  7. Versuch: Das sieht doch ganz gut aus…wäre nicht ein Rest Puder auf dem Oberteil zu sehen…
  8. Versuch: Ich bin genervt, aber so verfliegt die Nervösität und ich schaffe es halbwegs, mich kurz zu fassen. Selbst für „ähs“ und „unds“ habe ich keine Geduld mehr und rede relativ zackig.
  9. Und wenn wir schon mal dabei sind, kann ich auch noch gleich eine Demo für eine wichtige Vorübung aufnehmen. Ja…das ist okay. Ich scheine handlungsorientiert besser reden zu können.
  10. Daher gleich noch eine andere Übung hinterher, ich werde locker.
  11. Okay, ich könnte jetzt nochmal eine kurze allgemeine Vorstellung drehen. Dummerweise ist der Akku der Kamera leer. Sie lädt jetzt, wie lange dauert das eigentlich?
  12. 2 Stunden später: Ich habe jetzt keine Lust mehr. Meine Haut will wieder atmen und ich will das Zeug aus den Haaren raus haben.

2. Tag:
Die Kamera ist geladen, ich bin wieder fein gemacht, der Hintergrund ist frei – und ich finde meine Aufnahmen von gestern auf einmal gar nicht mehr so gut.
Also alles wieder auf Anfang:
Geschätzte 497 x angefangene, verhasspelte, doof aus der Wäsche geschaute Versuche später ist mir klar, dass mich nur eine zusammengeschnittene Mischung der gesammelten Werke retten kann.

Immerhin gibt es jetzt zwei Vorstellungsfilmchen:
Eins ist kurz, das andere noch kürzer. Hier meine Ausbeute:

Kurze Vorstellung:

Und noch kürzer:

Autor

Hallo, ich bin Bettina. Ich helfe Menschen dabei, ihre chronischen Krankheiten loszuwerden, damit sie sich nicht mehr von ihrem Körper ausbremsen lassen müssen, sondern wieder frei und unbeschwert ihr Leben selbst gestalten können.

3 Kommentare Neuen Kommentar hinzufügen

  1. Susanne Lohs sagt:

    Liebe Bettina,

    wie sagt man so schön: I feel you!!! Es ist so herzerfrischend und kurzweilig, was du da über deine Video-Erfahrungen schreibst – mir stand Pippi in den Augen vor lauter lachen! 😂 Danke, dass du dich so authentisch gibst und deine Erlebnisse so offen teilst. Das macht Mut und beruhigt mich ungemein, denn ich dachte schon, nur mir geht’s so mit dem Videos machen.

    Liebe Grüße
    Susanne

    1. Danke für dein Mitgefühl! Und ich wiederum dachte, dass nur ich mich so anstelle…
      Aber ich bleibe dran:
      Entweder ich mache das in einem Jahr ganz entspannt voll profimäßig. Oder ich ändere meinen Namen und wandere aus.

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