Persönliches

Mein Monatsrückblick Februar 2022: bitter, mit einem Hauch Süße

Monatsrückblicke sind eigentlich nicht so mein Ding. In diesem Februar war aber alles anders und ich bin immer noch dabei, das zu verarbeiten.
Die drei Outbreaks des Monats in chronologischer Reihenfolge und dramaturgischer Steigerung, und was sonst noch so los war.

War: versuchter Tablet-Kauf – Ist: geplanter iPad-Kauf

Als Heilpraktikerin (Psychotherapie) dokumentiere ich alles sehr genau. Da ich mich aber während der einzelnen Sitzungen voll auf meine Patienten konzentriere, schreibe ich währenddessen alles per Hand. Um es anschließend in das Onlineprogramm zu tippen.
Diese doppelte Dokumentation nervte mich zusehends und ich suchte schon seit mehreren Monaten nach einer Lösung.
Irgendwann bekam ich vom Sohn „klein“ den Tipp, dass ich per iPad handschriftliche Notizen relativ einfach in normale Textfelder einfügen könne. Oh Wunder der Technik, ich verstand den Sinn der Worte, konnte
ihnen aber (noch) nicht trauen! Also bin ich in den örtlichen Fachhandel marschiert. Extra zu einer ruhigen Zeit. Mein Plan: Eben mal einem Verkäufer meine Anforderungen zu erklären, schnell zur Sicherheit in diesem Punkt das Gerät auszuprobieren und dann zur Kasse zu stürmen und kaufen. Alles in allem veranschlagte ich dafür 15 Minuten. (Wie schon öfter angedeutet, bin ich ein eher ungeduldiger Mensch. Vermutlich kann ich auch deswegen mittlerweile so effizient behandeln.)

Was stattdessen geschah: Der Verkäufer empfahl mir ein zwei Generationen veraltetes Gerät, war sich aber nicht so ganz sicher. Als er dann auf der Suche nach einem Demo-Gerät zum Ausprobieren auf der 15-minütigen Pilgerreise im kundenleeren Laden seine Kollegen beim Einräumen der Regale beriet, statt seinen Fokus auf mich als Kundin zu legen, wurde ich tatsächlich irgendwann ungeduldig.
Als er dann mit dem Gerät ankam, musste er danach auch noch 15 Minuten telefonieren. (Wohlgemerkt: Der komplette Fachmarkt war leer und seine Kollegen in dem Moment unbeschäftigt.)
Als er dann noch ein Ladekabel für das Gerät suchen wollte, hatte ich keine Lust mehr auf weiteres Warten. Daraufhin fing der Verkäufer an zu schmollen, aber zack! – auf einmal ging es immerhin flott …. bis zu dem Moment, wo er mir beichten musste, dass er keinen Stift (!) für das Tablet hatte!!!
Aber alles hat auch sein Gutes: Denn als ich frustriert auf Facebook mein Problem schilderte, stellte sich heraus, dass es in meinem Umfeld bereits einige Erfahrung mit diesem Technikwunder (das es wohl schon seit Ewigkeiten auf dem Markt gibt) haben und gaben mir jede Menge Tipps dazu. Vor allem Supportcoach Micha Weber half mir sehr weiter. Danke, Micha!

Ich gebe zu, dieser misslungene Kauf trieb mich echt auf die Palme und ich überlege immer noch, warum:

  • Wegen des arroganten Umgangs des Verkäufers mit meiner Zeit?
  • Wegen der Ungleichbehandlung von Männern und Frauen? (Denn niemals wären mein Mann oder mein Bruder so vom Verkäufer warten gelassen worden!)
  • Oder weil mein Versuch, den örtlichen Einzelhandel zu unterstützen, von diesem so überhaupt nicht wertgeschätzt wurde? (Übrigens werde ich das iPad voraussichtlich doch stationär kaufen – allerdings etwa 70 km entfernt. Aber wie schade ist die Notwendigkeit, auf andere Orte auszuweichen, für Stadt, Kunde und Handel?)

22.2.2022: 22 Jahre verheiratet

Auf dieses Datum habe ich mich ein halbes Jahr gefreut. Denn vor exakt 22 Jahren haben Männe und ich standesamtlich geheiratet. Genau, am 22.2.2000. Für mich als Zahlenfetischistin und Datendemente war das vor 22 Jahren DIE Gelegenheit, einer Eselsbrücke sondergleichen zu bekommen. So war dieses Datums so viel cooler als es der 25-jährige Hochzeitstag jemals werden kann.
Aber durch Corona konnten wir leider nicht so feiern, wie ich wollte. (Ich schreibe bewusst „ich“, denn Männe ist ein Ungernfeierer.)
Stattdessen waren wir „nur“ zusammen frühstücken. Das war aber so schön, dass ich, um ehrlich zu sein, an dem Vormittag keinen Gast vermisst habe und ich ärgere mich etwas, dass wir das viel zu selten machen. (Unter uns: Oft genug könnte ich der Mann aus … Gründen … auf den Mond schießen. Aber gerade in diesen unruhigen Zeiten bin ich so unglaublich dankbar für meinen humorvollen, ruhigen Fels in der Brandung – mit all seinen Fehlern und Macken.)

Putin und die Ukraine

24.2. wäre dann unser Polterabend gewesen. Und der Geburtstag einer lieben Freundin. Beide Ereignisse sind nun untrennbar mit dem Einmarsch von Putin in die Ukraine verbunden.
Und ich gebe es zu: Ich habe einige Tage gebraucht zu begreifen, was da passiert ist. Zu groß und unfassbar war dieser Einmarsch.
Denn so durchgeknallt kann doch keiner sein, ernsthaft in ein Land ohne wirkliche Provokation, einfach nur aus Großmachtphantasien, einzufallen? Mitten in Europa?! Dachte ich.
Dass es doch dazu gekommen ist, und jetzt Menschen keine zwei Flugstunden entfernt vor dem Krieg fliehen, ist für mich immer noch kaum greifbar. Ehrlich gesagt bin ich noch in den ersten Kriegstagen davon ausgegangen, dass die Panik unnötig ist, weil nach spätestens einer Woche der Spuk vorbei sein würde.
Doch dann mehrten sich die Nachrichten und Bilder in den Medien und bilden für unsere Familie eine harte Geduldsprobe, weil meine Nase und Augen entnervender Weise am Dauertriefen sind, egal, was für Bilder und Nachrichten über den Äther oder gesendet werden:

  • Väter, die sich von ihren Kindern verabschieden, um in einem absolut ungleichen Kampf die Ukraine zu verteidigen
  • zerstörte Häuser, Lebenswerke und Familien
  • verängstigte und erschöpfte Menschen

    aber auch:
  • Menschen, die kurzentschlossen ihren Kofferraum vollpacken und dann quer durch Europa fahren (habe ich schon die Benzinpreise erwähnt?), um den Flüchtlingen zu helfen
  • Und für mich am imponierendsten: Erst ein Europa, dann der komplette Globus, in dem Putin geschlossen immer mehr isoliert wird.

Irgendwas triggert mein Entwässerungssystem derzeit immer.

Meine Blog-Reaktion auf den Ukraine-Krieg

Da Nichtstun keine Lösung ist, und ich nicht einsehe, Politpsychopathen die Macht zu geben, mich in Schockstarre zu versetzen oder mein Aktivitätslevel zu limitieren, habe ich mich entschlossen, eine Do-it-yourself-Anleitung für eine (DIE!) kinesiologische Entspannungstechnik zu veröffentlichen. Denn Fokus auf konstruktives Handeln und Entspannung sind gerade in diesen Zeiten so wichtig!

Was war sonst noch los?

  • Im Februar wütete Seynep und macht mit unserem fast künstlerisch anmutendem, wenn auch totem, Apfelbaum endgültig kurzen Prozess. Wir werden ihn jetzt zu dem vor 13 Jahren von Kyrill gefälltem Baum legen, um dort Tieren etwas Gutes zu tun – und dann dort „besonders“ aussieht.
    Ein wenig tun mir übrigens die Frauen mit Namen Seynep leid. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was in meiner Familie los wäre, wenn der Sturm „Bettina“ geheißen hätte! 🙈
  • Mein im Februar veröffentlichter Blogbeitrag „Eine Allergiebehandlung zum Gähnen – Männer und Erdbeeren“ sorgte für einen Kommentar, der mir vielleicht endlich hilft zu verstehen, warum ich den immer gähnen muss, wenn ich erfolgreich behandle. Das Buch zum Tipp habe ich bestellt. Nun muss ich nur noch die Zeit finden, es komplett durchzulesen. Danke Shivani Vogt!
  • Neben dem Konzentrat von LaVita nutze ich schon länger Cellagon Nährstoffkonzentrate und wo es passt, empfehle ich sie sogar weiter. Der Haken an der Sache: Als „Beraterin“ war es immer etwas kompliziert für meine Patienten, die Konzentrate für sich zu bestellen. Nun endlich bin ich „Empfehlerin“ und damit werden die Bestellungen endlich so unkompliziert, wie sie sein sollten.

Looking forward to März 2022

  • Ich gebe zu, ich bin naiv und habe politisch überhaupt keinen Durchblick. Aber ich denke immer noch, dass der Krieg in der Ukraine in den nächsten Wochen vorbei sein wird. Einfach, weil es so unfassbar ist, was dort abgeht. Und darauf hoffe ich im März.
  • Die Pollen nehmen langsam Fahrt auf und so bin ich im März schon fast ausgebucht. Hach!
  • Pünktlich zur Heuschnupfenzeit und dann voraussichtlich vielen zu schreibenden Dokumentationen werde ich mir endlich das für mich passende iPad kaufen, um mir meine Arbeit zu erleichtern.

Autor

Hallo, ich bin Bettina. Ich helfe Menschen dabei, ihre Allergien loszuwerden, egal ob Heuschnupfen, Hausstaubmilben oder Nahrungsmittel. Damit sie das unternehmen (und essen) können, wann und was sie wollen. Mit meiner Familie samt unserer Hündin Ember lebe ich in einem Dorf im Weserbergland, einem Pollen-Eldorado vom Feinsten. Und damit war dann mein Praxisschwerpunkt "Allergiebehandlung" unausweichlich vorprogrammiert.

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